Virtuelle Touren im Tourismus: Erleben, Entdecken und Vorfreude wecken

Der Tourismus hat sich in den letzten Jahren stark verändert – nicht zuletzt durch die Digitalisierung. Während virtuelle Rundgänge in Hotels und Ferienwohnungen längst etabliert sind, bieten sich nun auch für Wanderwege, Ausflugsziele und Erlebnisregionen völlig neue Möglichkeiten: Virtuelle Touren machen diese Attraktionen erlebbar, noch bevor die Besucher:innen vor Ort sind.

Warum virtuelle Touren im Tourismus heute unverzichtbar sind

Viele Reisende informieren sich im Vorfeld genau, was sie erwartet – besonders Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen oder Personen mit Bewegungseinschränkungen. Für sie ist es oft eine große Herausforderung, passende Ausflugsziele zu finden, die den eigenen Bedürfnissen entsprechen.

Virtuelle Touren schaffen hier Abhilfe, indem sie Wanderwege, Naturparks, Sehenswürdigkeiten oder auch die Infrastruktur vor Ort anschaulich und interaktiv präsentieren. So wissen Besucher:innen nicht nur, wie die Wege beschaffen sind, wo sich Pausenplätze oder Einkehrmöglichkeiten befinden, sondern auch, welche Herausforderungen auf sie warten.

Vorbereitung und Sicherheit für alle Altersgruppen

Gerade mit kleinen Kindern oder älteren Menschen sind Planung und Sicherheit entscheidend. Virtuelle Rundgänge ermöglichen es, Streckenlängen, Höhenprofile und Schwierigkeitsgrade realistisch einzuschätzen. Das hilft, die richtige Ausrüstung mitzunehmen, ausreichend Pausen einzuplanen und die Tour an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind solche digitalen Einblicke wichtig, um Barrieren frühzeitig zu erkennen und Alternativrouten auszuwählen.

Vorfreude wecken und den Besuch emotional verbinden

Ein weiterer Pluspunkt: Virtuelle Touren steigern die Vorfreude auf den tatsächlichen Ausflug. Sie schaffen ein erstes emotionales Erlebnis, das Lust macht, vor Ort selbst aktiv zu werden. Die Besucher:innen können bereits im Voraus Lieblingsplätze entdecken, Aussichtspunkte ansteuern oder kulturelle Highlights erkunden – und fühlen sich so stärker mit dem Reiseziel verbunden.

Beispiel Weinschmiede Gamlitz: Wein erleben – digital und vor Ort

Ein gelungenes Beispiel ist die Weinschmiede Gamlitz in der Südsteiermark. Hier wurde nicht nur das gemütliche Weingut selbst virtuell zugänglich gemacht, sondern auch die umliegenden Weinberge und Wanderwege in interaktivem 360°-View sichtbar gemacht.

Interessierte können sich über die verschiedenen Rebsorten informieren und die Landschaft aus verschiedenen Blickwinkeln genießen. Das macht nicht nur Lust auf den Besuch, sondern hilft auch bei der Planung.

Fazit: Virtuelle Touren sind Zukunft im Tourismus

Virtuelle Touren gehen weit über die bloße Präsentation von Unterkünften hinaus. Sie ermöglichen es, Tourismusziele ganzheitlich und barrierefrei erlebbar zu machen, die Sicherheit und Planung zu verbessern und die Vorfreude auf den Besuch zu steigern. Gerade Familien, Senioren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen profitieren enorm von dieser digitalen Unterstützung.

Mit innovativen Beispielen wie der Weinschmiede Gamlitz zeigt sich, wie Digitalisierung und Naturerlebnis Hand in Hand gehen können – und wie Tourismusorte so fit für die Zukunft gemacht werden.

Bild von Christian Wolf
Christian Wolf

CEO Full Thinking Agentur GmbH